das Bülowviertel

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Nur etwa drei Kilometer östlich vom Leipziger Stadtzentrum befindet sich das gründerzeitliche Bülowviertel. Mit seiner kompakten Ausdehnung von etwa sechs Hektar markiert es die nordöstliche Flanke des Stadtteils Volkmarsdorf. Eingebettet zwischen der Torgauer Straße, der Eisenbahnstraße und der Bahntrasse Leipzig-Dresden umschließt das Quartier ein abgeschlossenes, räumlich klar definiertes Gebiet.

Hinsichtlich der Verkehrsanbindung punktet das Bülowviertel mit seiner Gunstlage. Über die beiden Hauptverkehrsachsen Eisenbahnstraße und Torgauer Straße ist ein schneller Zugang zu den benachbarten Ortsteilen und den Innenstadtbereichen möglich. Der öffentliche Nahverkehr erschließt das Viertel durch zwei anliegende Straßenbahnlinien und dem S-Bahn-Haltepunkt Sellerhausen. Trotz der guten infrastrukturellen Erreichbarkeit ist die Lärmbelastung im Quartier durch die geräuschmindernde Blockrandbebauung vergleichsweise gering.

Im Gegensatz zur überwiegend dichten Bauweise in weiten Bereichen des Leipziger Ostens sah die Planung für das Bülowviertel ab 1900 eine großzügigere Häuserstruktur vor. Insbesondere die charakteristischen, zur Straße gerichteten Vorgärten sind in ihrer formvollendeten Ausprägung eine Besonderheit und sorgen für eine lebendige Ausstrahlung des Quartiers. Diese teilweise bereits kunstvoll gestalteten grünen Oasen setzen dem Straßenbild eine natürliche Note auf.

Die insgesamt sechs Baublöcke mit ihren 86 architektonisch hochwertigen Wohnhäusern verfügen über begrünte Hofbereiche, welche häufig als Gärten gestaltet sind. Nur sehr vereinzelt durchsetzen Nebengebäude die freigiebige Innenstruktur der Blöcke. Die zumeist nur 3-4-geschossige Konstruktion der Wohnhäuser unterstreicht den lichtdurchfluteten Gesamteindruck. Deren Fassaden werden vielfach durch Giebel, Erker und Balkone optisch und funktional aufgewertet. Zudem gestattet die Nord-Süd-Ausrichtung der meisten Gebäudezeilen eine günstige Beleuchtung der Wohnungen mit Morgen- und Abendsonne.

Die Vorzüge der sehr gut erhaltenen, vitalen Quartiersstruktur sind in den vergangenen Jahren etwas in Vergessenheit geraten. In der öffentlichen Betrachtung spielte das Bülowviertel aufgrund seiner zurückhaltenden Erscheinung nur eine untergeordnete Rolle.

Das Bülowviertel ist eines der jüngsten Gebiete Leipzigs: Von den gegenwärtig fast 800 im Quartier lebenden Personen, haben etwa 30 Prozent das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten. Der Anteil der Über-65-Jährigen beträgt unter elf Prozent. Als MieterInnen haben vor allem Paare, Familien und Wohngemeinschaften im Quartier ihre Heimat gefunden. In jüngster Zeit ist so eine zunehmende Aufbruchstimmung zu spüren.